Burmilla

Burmilla

Eleganter Zufall aus Burma und Chinchilla-Perser — sanft, verschmust und mit silbern schimmerndem Fell.

Größe
Mittel
Gewicht
3–6 kg
Lebenserwartung
12–16 Jahre
Herkunft
Großbritannien
Typ
Zuchtrasse
Steckbrief: Burmilla auf einen Blick
GrößeMittel
Gewicht3–6 kg
Lebenserwartung12–16 Jahre
HerkunftGroßbritannien
TypZuchtrasse
Fellpflegemittel
Aktivitätsbedarfmittel
Anfängertauglichgut geeignet

Temperament & Eignung

Einschätzung der Redaktion auf Basis von FIFe-Rassestandard und Angaben der Zuchtverbände.

AktivitätHandhabungVerträglichKinderGesprächigEigenständig
Aktivität & Spieltrieb3/5
Kinderfreundlichkeit5/5
Anfängertauglich3/5
Pflegeaufwand3/5
Gesprächigkeit2/5
Verträglichkeit4/5
Haarverlust3/5
Eigenständigkeit2/5
1 hSpiel/Tag
Auslastung pro Tag

Richtwert für Bewegung & Beschäftigung dieser Rasse.

Verträglichkeit & Eignung
Kinder Gut
Andere Tiere Gut
Anfänger:innen Mittel
Wohnung Mittel

Eigenschaften

Herkunft & Geschichte

Die Burmilla entstand 1981 in England durch einen Zufall: Eine Burma und ein Chinchilla-Perser kamen unbeabsichtigt zusammen, und die entstandenen Kätzchen waren so reizvoll, dass man gezielt eine neue Rasse daraus entwickelte. Ihr Name setzt sich aus Burma und Chinchilla zusammen. Die Burmilla verbindet den eleganten Körperbau und das anhängliche Wesen der Burma mit dem schimmernden, silbrig getippten Fell der Chinchilla-Linie. Sie gehört zur Gruppe der Asian-Rassen.

Aussehen & Größe

Die Burmilla ist eine mittelgroße, elegante, aber muskulöse Katze: Kater wiegen 4 bis 6 Kilogramm, Kätzinnen etwas weniger. Ihr Markenzeichen ist das kurze (seltener halblange), dichte und seidige Fell mit der schimmernden Shaded- oder Tipped-Silberzeichnung, bei der nur die Haarspitzen gefärbt sind und das Fell dadurch funkelt. Charakteristisch sind außerdem die ausdrucksstarken, oft grünen Augen mit der typischen, wie mit Kajal umrandeten Zeichnung.

Wesen & Charakter

Die Burmilla vereint die anhängliche, gesellige Art der Burma mit einer etwas ruhigeren, unabhängigeren Note aus der Perser-Linie. Sie ist menschenbezogen, verschmust und verspielt, dabei aber ausgeglichener und weniger fordernd als die reine Burma. Sie sucht gern die Nähe ihrer Menschen, bleibt aber auch mal entspannt für sich. Mit ihrem freundlichen, sanften Wesen ist sie eine angenehm unkomplizierte Begleiterin.

Haltung (Wohnung oder Freigang)

Die Burmilla eignet sich gut als Wohnungskatze, freut sich aber über gesicherten Freigang oder einen katzensicheren Balkon. Sie ist gesellig und schätzt Gesellschaft — ein zweites Tier ist gerade bei Berufstätigkeit empfehlenswert, auch wenn sie etwas besser allein zurechtkommt als die Burma. Über Klettermöglichkeiten und erhöhte Aussichtsplätze freut sie sich.

Beschäftigung & Aktivität

Die Burmilla ist verspielt und neugierig, aber gemäßigt aktiv. Kratzbäume, Intelligenzspielzeug und tägliche Spielrunden halten sie fit und zufrieden. Sie genießt gemeinsame Beschäftigung ebenso wie ruhige Kuschelzeiten. Da sie es etwas ruhiger angehen lässt als ihre Burma-Vorfahren, ist auf ausreichend Bewegung zu achten, um Übergewicht vorzubeugen.

Pflege

Das kurze, seidige Fell ist pflegeleicht — einmal wöchentliches Bürsten genügt meist, die halblanghaarige Variante etwas häufiger, um das schimmernde Fell zu pflegen und Verfilzungen vorzubeugen. Krallenkontrolle, Zahnpflege und Ohrenkontrolle gehören wie bei jeder Rasse dazu. Baden ist im Normalfall nicht nötig.

Ernährung & Gesundheit

Die Burmilla braucht hochwertiges, ausgewogenes Futter; auf das Gewicht ist zu achten. Durch ihre Abstammung kann sie Erkrankungen ihrer Ausgangsrassen tragen:

  • PKD (polyzystische Nierenerkrankung)

    Aus der Perser-Linie möglich und per Gentest sicher vermeidbar.

  • Nierenerkrankungen und HCM

    Kommen vor; seriöse Zucht setzt auf Vorsorge und Tests.

Insgesamt gilt die Burmilla als recht robust und erreicht häufig 12 bis 16 Jahre.

Kosten

Eine Burmilla vom seriösen Züchter mit Gesundheitstests, Impfungen und Papieren kostet meist 700 bis 1.300 Euro, da die Rasse außerhalb Großbritanniens relativ selten ist. Hinzu kommen die Erstausstattung sowie laufende Kosten für Futter, Streu, Tierarzt und Versicherung.

Für Anfänger, Kinder und andere Tiere

Die Burmilla ist anhänglich, verträglich und ausgeglichen und damit auch für Einsteiger und Familien gut geeignet. Mit Kindern geht sie geduldig um, und mit anderen Katzen oder ruhigen Hunden versteht sie sich meist gut. Sie ist gesellig, aber nicht so fordernd wie die reine Burma, was sie für viele Lebenslagen passend macht. Über Gesellschaft freut sie sich dennoch.

Ähnliche Rassen im Vergleich

Die nächste Verwandte ist die Burma, von der die Burmilla das anhängliche Wesen geerbt hat — sie ist jedoch ruhiger und unabhängiger. Das schimmernde Silberfell verdankt sie der Perser-Linie (Chinchilla). Sie gehört zur Gruppe der Asian-Rassen, mit denen sie Körperbau und Wesen teilt. Die Burmilla überzeugt im Vergleich durch ihr funkelndes, silbrig getipptes Fell und ihr ausgewogenes Temperament.

Für wen geeignet?

Die Burmilla passt zu Menschen und Familien, die eine anhängliche, gesellige, aber nicht übermäßig fordernde Katze mit besonders edlem Fell suchen. Sie ist eine gute Wahl für alle, die das Burma-Wesen schätzen, sich aber eine etwas eigenständigere Katze wünschen. Wer eine sehr ruhige Schoßkatze oder eine sehr fordernde, laute Rasse sucht, sollte das bedenken.

Passt zu dir, wenn …

Du suchst eine sanfte, verschmuste und gesellige Katze
Du möchtest eine ausgeglichene Familien-/Wohnungskatze
Du hast Zeit für Gesellschaft oder eine zweite Katze
Du bist oft und lange außer Haus
Du wünschst dir eine hochaktive Sportkatze
Du suchst eine eigenständige Einzelgängerin

Häufige Fragen

Wie entstand die Burmilla?

1981 in England durch eine zufällige Verpaarung einer Burma mit einem Chinchilla-Perser. Die Kätzchen waren so reizvoll, dass daraus gezielt eine eigene Rasse entwickelt wurde.

Was bedeutet das funkelnde Fell der Burmilla?

Ihr Fell ist silbrig getippt (Shaded oder Tipped): Nur die Haarspitzen sind gefärbt, der Rest ist hell, wodurch das Fell schimmert und funkelt.

Ist die Burmilla so anhänglich wie die Burma?

Sie hat das anhängliche, gesellige Wesen der Burma geerbt, ist aber etwas ruhiger, ausgeglichener und unabhängiger — ein angenehmer Mittelweg.

Ist die Burmilla für Anfänger geeignet?

Ja. Sie ist anhänglich, verträglich und ausgeglichen und nicht so fordernd wie die reine Burma, was sie auch für Einsteiger passend macht.

Welche Krankheiten sind bei der Burmilla typisch?

Vor allem PKD (aus der Perser-Linie, per Gentest vermeidbar) und Nierenerkrankungen sowie HCM. Seriöse Züchter testen ihre Zuchttiere.

Gehört die Burmilla zu den Asian-Rassen?

Ja, sie zählt zur Gruppe der Asian-Katzen, mit denen sie den eleganten Burma-Körperbau und das anhängliche Wesen teilt.

Ist die Burmilla pflegeleicht?

Ja, das kurze Fell braucht nur einmal wöchentliches Bürsten, die halblanghaarige Variante etwas häufiger.

Wie viel kostet eine Burmilla?

Beim seriösen Züchter meist 700 bis 1.300 Euro, da die Rasse relativ selten ist, dazu Ausstattung und laufende Kosten.

Ähnliche Rassen

Quellen: FIFe-Rassestandard · Zuchtverbände · Redaktionelle Einschätzung · Stand 06/2026. Bei Gesundheitsfragen ersetzt dieser Artikel keinen Tierarztbesuch.