
Burma
Verschmuste, gesellige Katze mit seidigem Fell — menschenbezogen, verspielt und gesprächig.
| Größe | Mittel |
|---|---|
| Gewicht | 3–6 kg |
| Lebenserwartung | 12–16 Jahre |
| Herkunft | Birma / USA |
| Typ | Zuchtrasse |
| Fellpflege | sehr gering |
| Aktivitätsbedarf | hoch |
| Anfängertauglich | gut geeignet |
Temperament & Eignung
Einschätzung der Redaktion auf Basis von FIFe-Rassestandard und Angaben der Zuchtverbände.
Richtwert für Bewegung & Beschäftigung dieser Rasse.
Eigenschaften
Herkunft & Geschichte
Die Burma, auch Burmese genannt, stammt ursprünglich aus dem heutigen Myanmar (Burma), wo ihre Vorfahren als Tempelkatzen gehalten worden sein sollen. Die moderne Zucht begann 1930 in den USA mit einer braunen Katze namens Wong Mau, die mit Siamkatzen verpaart wurde. Daraus entwickelten sich zwei Linien: die kräftigere amerikanische und die etwas schlankere europäische Burma. Heute ist sie eine ausgesprochen menschenbezogene Rasse, die für ihr seidiges Fell und ihre großen, ausdrucksvollen Augen geschätzt wird.
Aussehen & Größe
Die Burma ist eine mittelgroße, kompakte und überraschend schwere Katze — man sagt, sie sei wie ein in Seidenpapier gewickelter Ziegelstein, weil ihr muskulöser Körper schwerer ist, als er aussieht. Kater wiegen 4 bis 6 Kilogramm, Kätzinnen etwas weniger. Das kurze, fein anliegende Fell glänzt seidig und kommt in warmen Farben vor, klassisch im zobelbraunen Sable, aber auch in Blau, Champagne und weiteren Tönen. Charakteristisch sind die großen, runden, goldgelben Augen im ausdrucksvollen Gesicht.
Wesen & Charakter
Die Burma ist eine der menschenbezogensten Rassen überhaupt — anhänglich, verschmust und ausgesprochen gesellig. Sie folgt ihren Menschen auf Schritt und Tritt, liebt es, auf dem Schoß zu liegen, und wird oft als hundeähnlich beschrieben. Sie ist verspielt, neugierig und kommunikativ, dabei aber deutlich leiser als ihre Verwandte, die Siam. Alleinsein verträgt sie schlecht; sie braucht enge Bindung und Gesellschaft.
Haltung (Wohnung oder Freigang)
Die Burma ist auf Gesellschaft angewiesen — entweder durch viel menschliche Anwesenheit oder durch einen verträglichen Artgenossen. Für oft abwesende Berufstätige ohne zweite Katze ist sie nicht geeignet. Reine Wohnungshaltung ist bei viel Zuwendung und Beschäftigung gut möglich; ein gesicherter Balkon und Klettermöglichkeiten sind ideal. Allein gelassen wird sie schnell unglücklich.
Beschäftigung & Aktivität
Die Burma ist verspielt und lernfreudig bis ins Alter. Sie liebt Intelligenzspielzeug, Apportier- und Suchspiele und lernt gern kleine Tricks; viele Burmesen apportieren wie ein Hund. Mehrmals tägliche Spielrunden und viel gemeinsame Zeit halten sie ausgeglichen. Ebenso wichtig wie das Spiel ist ihr die enge Nähe zu ihren Menschen.
Pflege
Das kurze, seidige Fell ist äußerst pflegeleicht — gelegentliches Überstreichen mit einem Pflegehandschuh genügt, die Burma haart wenig. Wichtiger als die Fellpflege ist ihr Bedürfnis nach Gesellschaft und Beschäftigung. Krallenkontrolle, Zahnpflege und Ohrenkontrolle gehören wie bei jeder Rasse dazu.
Ernährung & Gesundheit
Die Burma neigt durch ihre Verfressenheit zu Übergewicht — kontrollierte Portionen und Bewegung sind wichtig. Rassetypisch sind je nach Linie:
- Hypokaliämie (Burmese-Hypokaliämie)
Ein erblicher Kaliummangel mit Muskelschwäche, der per Gentest vermeidbar ist.
- Diabetes-Neigung
Die Burma erkrankt überdurchschnittlich häufig an Zuckerkrankheit; Gewichtskontrolle senkt das Risiko.
- Schädeldeformation (v. a. amerikanische Linie) und Tränenträufeln
Kommen rassetypisch vor; seriöse Zucht achtet darauf.
Mit guter Pflege wird die Burma häufig 12 bis 16 Jahre und älter.
Kosten
Eine Burma vom seriösen Züchter mit Gesundheitstests, Impfungen und Papieren kostet meist 700 bis 1.300 Euro. Hinzu kommen die Erstausstattung sowie laufende Kosten für Futter, Streu, Tierarzt und Versicherung. Da sie zwingend Gesellschaft braucht und idealerweise zu zweit gehalten wird, sollte man die laufenden Kosten von Anfang an für zwei Tiere einplanen.
Für Anfänger, Kinder und andere Tiere
Die Burma ist anhänglich, verträglich und kinderlieb und passt durch ihr geselliges Wesen gut in Familien — auch für Einsteiger ist sie geeignet, sofern jemand viel zu Hause ist oder ein zweites Tier vorhanden ist. Mit anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden versteht sie sich meist hervorragend. Ihr großer Gesellschaftsbedarf sollte aber ernst genommen werden — als oft allein gelassene Einzelkatze wird sie unglücklich.
Ähnliche Rassen im Vergleich
Eine Kreuzung aus Burma und Siam ist die Tonkanese, die das anhängliche Wesen beider vereint und einen mittleren Körperbau hat. Wer eine noch kommunikativere, lautere Rasse mit ähnlicher Menschenbezogenheit sucht, sollte die Siamkatze ansehen. Wer eine ebenso verspielte, aber unabhängigere Katze möchte, findet in der Abessinier eine Alternative. Die Burma überzeugt im Vergleich durch ihre besonders enge, hundeähnliche Bindung bei vergleichsweise leiser Stimme.
Für wen geeignet?
Die Burma passt zu Menschen und Familien, die eine besonders anhängliche, verschmuste und gesellige Katze suchen und viel Zeit mit ihr verbringen können. Voraussetzung ist, dass sie nicht oft allein bleibt — am besten lebt sie mit einem Artgenossen. Wer eine eigenständige, distanzierte oder oft allein gehaltene Katze sucht, sollte eine andere Rasse wählen.
Passt zu dir, wenn …
Häufige Fragen
Ist die Burma eine verschmuste Katze?
Ja, sie ist eine der menschenbezogensten Rassen überhaupt: anhänglich, gesellig und verschmust. Sie folgt ihren Menschen auf Schritt und Tritt und wird oft als hundeähnlich beschrieben.
Ist die Burma so laut wie die Siam?
Nein. Sie ist zwar kommunikativ, aber deutlich leiser und sanfter in der Stimme als ihre Verwandte, die Siamkatze.
Braucht die Burma eine zweite Katze?
Sehr empfehlenswert. Sie verträgt Alleinsein schlecht. Wer berufstätig ist, sollte zwei Tiere halten oder viel zu Hause sein.
Warum ist die Burma schwerer, als sie aussieht?
Ihr kompakter Körper ist sehr muskulös. Man beschreibt sie als in Seidenpapier gewickelten Ziegelstein, weil sie überraschend schwer in der Hand liegt.
Welche Krankheiten sind bei der Burma typisch?
Vor allem die erbliche Hypokaliämie (per Gentest vermeidbar), eine Diabetes-Neigung sowie je nach Linie Schädeldeformationen. Seriöse Züchter testen und achten darauf.
Ist die Burma für Familien geeignet?
Ja, sie ist anhänglich, kinderlieb und verträglich. Wichtig ist, dass sie genug Gesellschaft bekommt und nicht oft allein bleibt.
Neigt die Burma zu Übergewicht?
Ja, sie ist verfressen. Kontrollierte Portionen und Bewegung sind wichtig, auch weil sie zu Diabetes neigt.
Wie viel kostet eine Burma?
Beim seriösen Züchter meist 700 bis 1.300 Euro, idealerweise für zwei Tiere kalkuliert, dazu Ausstattung und laufende Kosten.
Ähnliche Rassen
Quellen: FIFe-Rassestandard · Zuchtverbände · Redaktionelle Einschätzung · Stand 06/2026. Bei Gesundheitsfragen ersetzt dieser Artikel keinen Tierarztbesuch.


