Ernährung

Katzenernährung für Einsteiger: die Grundlagen

KSkatzenscout-Redaktion · 8 Min · Stand 06/2026
Katzenernährung für Einsteiger: die Grundlagen

Die richtige Ernährung ist die Grundlage für ein langes, gesundes Katzenleben. Anders als Hunde oder Menschen sind Katzen reine Fleischfresser mit einem ganz eigenen Stoffwechsel. Wer das versteht, trifft beim Futternapf fast automatisch die richtigen Entscheidungen.

Warum Katzen reine Fleischfresser sind

Katzen sind sogenannte obligate Karnivoren: Ihr Körper ist darauf spezialisiert, Nährstoffe aus tierischem Gewebe zu gewinnen. Bestimmte lebenswichtige Stoffe können sie nicht selbst bilden und müssen sie über Fleisch aufnehmen — allen voran Taurin (wichtig für Herz und Augen), Arachidonsäure und die aktive Form von Vitamin A. Ein Taurinmangel kann zu Herzschwäche und Erblindung führen. Deshalb ist eine vegetarische oder gar vegane Ernährung für Katzen gefährlich und tierschutzrelevant.

Nass- oder Trockenfutter?

Beide können eine Katze grundsätzlich gesund ernähren, sofern es sich um ein Alleinfuttermittel handelt. Entscheidend ist der Wassergehalt:

  • Nassfutter besteht zu etwa 70–80 % aus Wasser. Das unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme — ein großer Vorteil, denn Katzen trinken von Natur aus wenig und neigen zu Harnwegs- und Nierenproblemen.
  • Trockenfutter ist energiedichter, praktisch und gut für Intelligenzspielzeug, liefert aber kaum Wasser. Als alleinige Nahrung kann es bei manchen Katzen die Harnwege belasten.

Eine bewährte Faustregel: Nassfutter als Basis der Ernährung, Trockenfutter nur als kleine Ergänzung oder zur Beschäftigung. Frisches Wasser sollte immer und an mehreren Stellen bereitstehen — am besten abseits des Futters, da Katzen das instinktiv bevorzugen.

Was auf der Verpackung zählt

Gutes Futter erkennst du nicht am Preis allein, sondern an der Deklaration:

  • Fleisch an erster Stelle: Die Zutaten sind nach Menge geordnet — Fleisch oder Fisch sollte ganz vorn stehen.
  • Klare Angaben statt Sammelbegriffe: „Huhn 60 %" ist transparenter als „tierische Nebenerzeugnisse".
  • Wenig Füllstoffe und kein Zucker: Getreide und Zucker gehören nicht in nennenswerter Menge ins Katzenfutter.
  • „Alleinfuttermittel": Nur so ist die Ration vollständig; „Ergänzungsfuttermittel" deckt nicht den ganzen Bedarf.

Tabu: giftige Lebensmittel

Einige für Menschen harmlose Lebensmittel sind für Katzen giftig. Dazu gehören:

  • Schokolade und Kakao (Theobromin)
  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch (schädigen die roten Blutkörperchen)
  • Weintrauben und Rosinen
  • Alkohol und roher Hefeteig
  • Kuhmilch — die meisten erwachsenen Katzen vertragen keine Laktose und bekommen Durchfall

Mehr dazu in unserem Ratgeber Giftige Pflanzen für Katzen.

Die richtige Menge

Überfütterung ist bei Wohnungskatzen das häufigste Ernährungsproblem und begünstigt Diabetes, Gelenk- und Lebererkrankungen. Die passende Tagesmenge hängt von Gewicht, Alter, Kastration und Aktivität ab. Unser Futtermengen-Rechner schätzt den Tagesbedarf in Kalorien und rechnet ihn je nach Nass- oder Trockenfutter in Gramm um. Wichtig: Auch Leckerlis zählen mit und sollten höchstens 10 % der Tageskalorien ausmachen.

Lebensphasen-gerecht füttern

Kitten brauchen energiereiches Kittenfutter und mehrere kleine Mahlzeiten, erwachsene Katzen ein ausgewogenes Alleinfutter, und Seniorkatzen profitieren von leicht verdaulicher, nierenschonender Kost. Eine Futterumstellung immer langsam über ein bis zwei Wochen vornehmen, um Durchfall zu vermeiden.

Häufige Fragen

Warum sind Katzen reine Fleischfresser?

Katzen sind obligate Karnivoren: Sie brauchen tierisches Eiweiß und bestimmte Nährstoffe wie Taurin, Arachidonsäure und Vitamin A, die sie nur aus Fleisch verwerten können. Eine vegetarische oder vegane Ernährung ist für Katzen gefährlich.

Nass- oder Trockenfutter — was ist besser?

Nassfutter hat einen hohen Wasseranteil und unterstützt die für Katzen wichtige Flüssigkeitsaufnahme — ein Vorteil für Nieren und Harnwege. Viele Halter füttern Nassfutter als Basis und Trockenfutter nur als kleine Ergänzung.

Worauf achte ich beim Futterkauf?

Auf einen hohen Fleischanteil (Fleisch an erster Stelle der Zutaten), eine klare Deklaration ohne übermäßige Füllstoffe und Zucker sowie die Angabe „Alleinfuttermittel". Die kcal-Angabe pro 100 g hilft bei der Mengenberechnung.

Welche Lebensmittel sind für Katzen giftig?

Tabu sind unter anderem Schokolade, Zwiebeln und Knoblauch, Weintrauben/Rosinen, Alkohol, roher Teig, sowie Kuhmilch (die meisten Katzen vertragen keine Laktose). Auch stark gewürzte oder gesalzene Speisen sind ungeeignet.

Wie viel sollte meine Katze fressen?

Das hängt von Gewicht, Alter und Kastration ab. Unser Futtermengen-Rechner schätzt den Tagesbedarf in Kalorien und rechnet ihn je nach Futterart in Gramm um.