
Lykoi
Teilweise behaarte „Werwolfkatze" mit struppigem Roan-Fell — intelligent, lebhaft und „hundeähnlich".
| Größe | Mittel |
|---|---|
| Gewicht | 3–5 kg |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| Herkunft | USA |
| Typ | Zuchtrasse (USA) |
| Fellpflege | mittel |
| Aktivitätsbedarf | sehr hoch |
| Anfängertauglich | mit Erfahrung |
Temperament & Eignung
Einschätzung der Redaktion auf Basis von FIFe-Rassestandard und Angaben der Zuchtverbände.
Richtwert für Bewegung & Beschäftigung dieser Rasse.
Eigenschaften
Herkunft & Geschichte
Der Lykoi, dessen Name vom griechischen Wort für Wolf abgeleitet ist, wird wegen seines Aussehens auch Werwolfkatze genannt. Die Rasse entstand ab 2010 in den USA aus einer natürlichen Genmutation, die bei Hauskatzen ein teilweise haarloses, struppiges Fell hervorruft. Sorgfältige Zucht und tierärztliche Untersuchungen stellten sicher, dass die Mutation gesundheitlich unbedenklich ist und nicht mit Hautkrankheiten zusammenhängt. Der Lykoi ist damit eine junge, aber gewissenhaft etablierte Rasse mit unverwechselbarem Erscheinungsbild.
Aussehen & Größe
Der Lykoi ist eine mittelgroße, schlanke und muskulöse Katze: Sie wiegt meist 3 bis 5 Kilogramm. Sein Markenzeichen ist das ungewöhnliche Fell: Es ist dünn, struppig und teilweise fehlend, besonders um Augen, Nase, Ohren und an den Pfoten, wodurch das Gesicht maskenhaft wirkt. Das überwiegend schwarz-silbrig durchsetzte Fell (Roan) erinnert an einen kleinen Werwolf. Der Lykoi verliert sein Fell zudem periodisch teilweise und wächst es wieder nach.
Wesen & Charakter
Trotz seines wilden Aussehens ist der Lykoi freundlich, anhänglich und ausgesprochen menschenbezogen. Er ist intelligent, aktiv und gesellig, bindet sich eng an seine Familie und gilt als regelrecht hundeähnlich — viele apportieren und folgen ihren Menschen treu. Er hat einen ausgeprägten Jagd- und Spieltrieb und ist neugierig und aufgeschlossen. Mit seinem zugewandten, lebhaften Wesen ist er ein unterhaltsamer Begleiter, der Gesellschaft braucht.
Haltung (Wohnung oder Freigang)
Der Lykoi ist eine Wohnungskatze. Da sein Fell stellenweise fehlt, ist er empfindlicher gegenüber Kälte und Sonne als normal behaarte Katzen, weshalb ein warmes Zuhause wichtig und ungesicherter Freigang ungeeignet ist. Über Gesellschaft freut er sich sehr; ein zweites Tier ist gerade bei Berufstätigkeit empfehlenswert. Als geselliger, aktiver Zeitgenosse sollte er nicht zu viel allein bleiben.
Beschäftigung & Aktivität
Der Lykoi ist sehr aktiv und lernfreudig mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Er liebt Intelligenzspielzeug, Apportier- und Suchspiele, Klettern und Clickertraining. Mehrmals tägliche Spielrunden und gemeinsame Beschäftigung halten ihn ausgeglichen. Wer seinen Bewegungs- und Spieltrieb unterschätzt, riskiert Frust und Unarten.
Pflege
Ähnlich wie bei der Sphynx sammelt sich auf der teils unbehaarten Haut Talg, weshalb der Lykoi regelmäßig gebadet oder mit feuchten Tüchern abgewischt werden sollte; auch die Ohren verfetten schneller und brauchen Reinigung. In den Phasen, in denen er Fell verliert, ist etwas mehr Aufmerksamkeit nötig. Sonnenschutz und ein warmes Zuhause gehören dazu. Krallen- und Zahnkontrolle runden die Pflege ab.
Ernährung & Gesundheit
Der Lykoi braucht hochwertiges Futter; durch die teils fehlende Behaarung hat er einen leicht erhöhten Energiebedarf. Die Rasse wurde von Beginn an sorgfältig auf Gesundheit geprüft:
- Unbedenkliche Fell-Mutation
Tierärztliche Untersuchungen bestätigten, dass die Mutation eine Form der Hypotrichose ist und nicht mit Hautkrankheiten zusammenhängt.
- HCM
Wie bei vielen Rassen kommt die Herzerkrankung vor; seriöse Zucht setzt auf regelmäßigen Ultraschall.
Mit guter Pflege erreicht der Lykoi häufig 12 bis 15 Jahre.
Kosten
Der Lykoi ist eine junge, sehr seltene Rasse und entsprechend teuer: Beim seriösen Züchter mit Gesundheitstests und Papieren kostet er meist 1.500 bis 2.500 Euro. Hinzu kommen laufende Kosten, die durch Pflegeprodukte und ein warmes Zuhause etwas höher liegen können, sowie die übliche Erstausstattung.
Für Anfänger, Kinder und andere Tiere
Der Lykoi ist freundlich, anhänglich und verträglich und kommt mit Kindern und anderen Tieren gut zurecht — er sucht aktiv Gesellschaft. Für Anfänger ist er geeignet, sofern man auf Wärme und Hautpflege achtet, viel Zeit hat und idealerweise ein zweites Tier hält. In einem aktiven, zugewandten Haushalt ist er eine außergewöhnliche, unterhaltsame Familienkatze.
Ähnliche Rassen im Vergleich
Wegen der teilweisen Haarlosigkeit und der ähnlichen Hautpflege wird der Lykoi oft mit der haarlosen Sphynx und der Donskoy verglichen, ist aber struppig statt nackt und hat ein eigenes Mutationsgen. Wer ein gewelltes, teils dünnes Fell und ein ähnlich verspieltes Wesen mag, sollte die Devon Rex ansehen. Der Lykoi überzeugt im Vergleich durch sein einzigartiges Werwolf-Aussehen bei freundlichem, hundeartigem Charakter.
Für wen geeignet?
Der Lykoi passt zu menschenbezogenen, aktiven Haushalten, die eine außergewöhnliche Katze suchen, viel Zeit zuhause verbringen, ein warmes Zuhause bieten und die Hautpflege nicht scheuen. Für oft abwesende Berufstätige ohne zweite Katze oder für Sparfüchse ist er nicht die richtige Wahl. Wer sein einzigartiges Aussehen und sein anhängliches Wesen schätzt, gewinnt eine besondere Begleiterin.
Passt zu dir, wenn …
Häufige Fragen
Warum nennt man den Lykoi Werwolfkatze?
Wegen seines ungewöhnlichen Fells: Es ist dünn, struppig und teils fehlend, besonders im Gesicht, und überwiegend schwarz-silbrig (Roan), wodurch er an einen kleinen Werwolf erinnert.
Ist die Fell-Mutation des Lykoi gesundheitlich problematisch?
Nein. Tierärztliche Untersuchungen bestätigten, dass die Mutation eine unbedenkliche Form der Hypotrichose ist und nicht mit Hautkrankheiten zusammenhängt.
Verliert der Lykoi sein Fell?
Ja, er verliert sein Fell periodisch teilweise und lässt es wieder nachwachsen. In diesen Phasen braucht er etwas mehr Aufmerksamkeit.
Wie pflegt man einen Lykoi?
Ähnlich wie eine Sphynx: Auf der teils unbehaarten Haut sammelt sich Talg, daher sind regelmäßiges Baden oder Abwischen und Ohrenreinigung nötig. Wärme und Sonnenschutz sind wichtig.
Ist der Lykoi hundeähnlich?
Ja. Er ist anhänglich, apportiert, folgt seinen Menschen und hat einen ausgeprägten Jagd- und Spieltrieb. Viele beschreiben ihn als hundeähnlich.
Ist der Lykoi für Familien geeignet?
Ja. Er ist freundlich, anhänglich und verträglich und kommt mit Kindern und anderen Tieren gut zurecht, sofern er genug Gesellschaft und Beschäftigung bekommt.
Welche Krankheiten sind beim Lykoi typisch?
Die Fell-Mutation selbst ist unbedenklich. Wie bei vielen Rassen kommt HCM vor; seriöse Zucht setzt auf regelmäßigen Herzultraschall.
Wie viel kostet ein Lykoi?
Als junge, sehr seltene Rasse kostet er beim seriösen Züchter meist 1.500 bis 2.500 Euro, dazu höhere laufende Kosten.
Ähnliche Rassen
Quellen: FIFe-Rassestandard · Zuchtverbände · Redaktionelle Einschätzung · Stand 06/2026. Bei Gesundheitsfragen ersetzt dieser Artikel keinen Tierarztbesuch.


