
Korat
Alte Glückskatze aus Thailand mit silberblauem Fell — treu, sensibel und eng an ihre Menschen gebunden.
| Größe | Klein |
|---|---|
| Gewicht | 3–5 kg |
| Lebenserwartung | 12–16 Jahre |
| Herkunft | Thailand |
| Typ | Naturrasse (Thailand) |
| Fellpflege | gering |
| Aktivitätsbedarf | hoch |
| Anfängertauglich | mit Erfahrung |
Temperament & Eignung
Einschätzung der Redaktion auf Basis von FIFe-Rassestandard und Angaben der Zuchtverbände.
Richtwert für Bewegung & Beschäftigung dieser Rasse.
Eigenschaften
Herkunft & Geschichte
Der Korat ist eine der ältesten natürlichen Katzenrassen und stammt aus der gleichnamigen Hochebene in Thailand. Dort gilt er seit Jahrhunderten als Glücksbringer und wird traditionell Si-Sawat genannt; Brautpaaren wurden Korats als Glückssymbol geschenkt. Erst in den 1950er- und 1960er-Jahren gelangten die ersten Tiere in den Westen. Der Korat ist eine reine Naturrasse, die nie mit anderen Rassen verkreuzt wurde — seine silberblaue Farbe und das herzförmige Gesicht sind unverwechselbar.
Aussehen & Größe
Der Korat ist eine mittelgroße, kompakte und muskulöse Katze: Kater wiegen 3 bis 5 Kilogramm, Kätzinnen etwas weniger. Sein Markenzeichen ist das kurze, einlagige silberblaue Fell ohne Unterwolle, dessen silbern getippte Haarspitzen ihm einen edlen Schimmer verleihen. Das Gesicht ist von vorn deutlich herzförmig, die großen, leuchtend grünen Augen sind besonders ausdrucksstark — bei jungen Tieren oft noch bernsteinfarben, bevor sie ihr volles Grün erreichen.
Wesen & Charakter
Der Korat ist intelligent, sensibel und ausgesprochen menschenbezogen. Er bindet sich eng an seine Bezugspersonen, kann aber durchaus selbstbewusst und besitzergreifend sein und verträgt sich nicht immer problemlos mit vielen anderen Tieren. Er hat ein gutes Gedächtnis, mag feste Routinen und reagiert empfindlich auf Lärm und Veränderungen. Mit Vertrauten ist er anhänglich, verschmust und verspielt.
Haltung (Wohnung oder Freigang)
Der Korat eignet sich gut als Wohnungskatze, freut sich aber über gesicherten Freigang oder einen katzensicheren Balkon. Wichtig ist eine ruhige, stabile Umgebung mit festen Bezugspersonen, denn er reagiert sensibel auf Hektik. Über Gesellschaft freut er sich, ist bei der Wahl des Partners aber wählerisch — ein ruhiger, verträglicher Artgenosse oder viel menschliche Anwesenheit sind ideal.
Beschäftigung & Aktivität
Der Korat ist verspielt und intelligent und genießt Intelligenzspielzeug, Apportier- und Suchspiele sowie tägliche Spielrunden. Er lernt schnell und bindet sich beim gemeinsamen Spiel eng an seine Menschen. Kratzbäume und erhöhte Aussichtsplätze gehören zur Grundausstattung. Sein Bewegungsdrang ist moderat, sein Bedürfnis nach Zuwendung dafür groß.
Pflege
Das kurze, einlagige Fell ohne Unterwolle ist äußerst pflegeleicht — einmal wöchentliches Überstreichen mit einem Pflegehandschuh genügt, der Korat haart wenig. Wichtiger als die Fellpflege ist die soziale Zuwendung. Krallenkontrolle, Zahnpflege und Ohrenkontrolle gehören wie bei jeder Rasse dazu.
Ernährung & Gesundheit
Der Korat braucht hochwertiges, ausgewogenes Futter. Entscheidend ist eine schwere rassetypische Erbkrankheit, auf die unbedingt getestet werden muss:
- Gangliosidose (GM1 und GM2)
Eine tödlich verlaufende erbliche Stoffwechselstörung des Nervensystems. Sie ist per Gentest sicher vermeidbar — seriöse Züchter weisen nach, dass beide Elterntiere frei sind. Ein Kauf ohne diesen Nachweis ist unverantwortlich.
Abgesehen davon ist der Korat robust und langlebig und erreicht häufig 12 bis 16 Jahre.
Kosten
Ein Korat vom seriösen Züchter mit Gesundheitstests (insbesondere Gangliosidose-frei) und Papieren kostet meist 800 bis 1.300 Euro, da die Rasse selten ist. Hinzu kommen die Erstausstattung sowie laufende Kosten für Futter, Streu, Tierarzt und Versicherung. Auf den Gentest-Nachweis sollte man unbedingt bestehen.
Für Anfänger, Kinder und andere Tiere
Der Korat ist anhänglich und intelligent und kommt in einem ruhigen Haushalt gut mit rücksichtsvollen Kindern zurecht. Wegen seiner Sensibilität und seines mitunter besitzergreifenden Wesens ist er für sehr trubelige Familien oder Mehrtierhaushalte mit vielen Tieren weniger geeignet. Mit einem ruhigen, verträglichen Artgenossen versteht er sich oft gut. Er braucht Verständnis für seine feinfühlige Art.
Ähnliche Rassen im Vergleich
Optisch ähnelt der Korat anderen blauen Rassen: Die Russisch Blau teilt das silberblaue Fell und das eher zurückhaltende Wesen, die französische Kartäuser ist kräftiger gebaut. Als ursprüngliche thailändische Rasse ist er mit der Thaikatze verwandt im Geiste. Der Korat überzeugt im Vergleich durch sein herzförmiges Gesicht, seine leuchtend grünen Augen und seinen Status als jahrhundertealter Glücksbringer.
Für wen geeignet?
Der Korat passt zu ruhigen Menschen, die eine intelligente, anhängliche Katze mit enger Bindung suchen und ihr eine stabile, reizarme Umgebung bieten können. Für sehr trubelige Haushalte, große Mehrtierhaushalte oder alle, die eine distanzlose, jedem zugewandte Katze erwarten, ist er weniger geeignet. Wer sein Vertrauen gewinnt, hat einen besonders treuen Begleiter.
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Häufige Fragen
Was macht den Korat besonders?
Er ist eine der ältesten Naturrassen, gilt in Thailand seit Jahrhunderten als Glücksbringer und hat ein unverwechselbares herzförmiges Gesicht, silberblaues Fell und leuchtend grüne Augen.
Worauf muss ich beim Kauf eines Korat unbedingt achten?
Auf einen Gentest-Nachweis, dass beide Elterntiere frei von Gangliosidose sind. Diese erbliche Stoffwechselstörung verläuft tödlich und ist nur über den Test vermeidbar.
Ist der Korat verträglich mit anderen Tieren?
Mit einem ruhigen, verträglichen Artgenossen oft ja, doch er kann selbstbewusst und besitzergreifend sein. Große Mehrtierhaushalte sind nicht ideal.
Ist der Korat sensibel?
Ja, sehr. Er mag feste Routinen, reagiert empfindlich auf Lärm und Veränderungen und braucht eine ruhige, stabile Umgebung.
Was ist der Unterschied zwischen Korat und Russisch Blau?
Beide sind silberblau, doch der Korat hat ein herzförmiges Gesicht, einlagiges Fell und stammt aus Thailand, während die Russisch Blau ein dichtes Doppelfell hat und aus Russland kommt.
Ist der Korat für Anfänger geeignet?
In einem ruhigen Haushalt ja, sofern man Verständnis für sein sensibles, mitunter besitzergreifendes Wesen mitbringt.
Ist der Korat pflegeleicht?
Ja, das einlagige Fell ohne Unterwolle ist sehr pflegeleicht und haart wenig. Wichtiger ist die soziale Zuwendung.
Wie viel kostet ein Korat?
Beim seriösen Züchter mit Gangliosidose-Test und Papieren meist 800 bis 1.300 Euro, da die Rasse selten ist.
Ähnliche Rassen
Quellen: FIFe-Rassestandard · Zuchtverbände · Redaktionelle Einschätzung · Stand 06/2026. Bei Gesundheitsfragen ersetzt dieser Artikel keinen Tierarztbesuch.


