
Himalaya
Perser mit Siam-Point-Zeichnung und blauen Augen — ruhig, sanft, anhänglich und sehr pflegeintensiv.
| Größe | Groß |
|---|---|
| Gewicht | 3–6 kg |
| Lebenserwartung | 12–16 Jahre |
| Herkunft | USA / Großbritannien |
| Typ | Zuchtrasse |
| Fellpflege | sehr hoch |
| Aktivitätsbedarf | sehr gering |
| Anfängertauglich | eher für Erfahrene |
Temperament & Eignung
Einschätzung der Redaktion auf Basis von FIFe-Rassestandard und Angaben der Zuchtverbände.
Richtwert für Bewegung & Beschäftigung dieser Rasse.
Eigenschaften
Herkunft & Geschichte
Die Himalaya, in Europa meist als Colourpoint-Perser geführt, ist eine Perserkatze mit der Point-Zeichnung der Siam. Sie entstand ab den 1930er- und 1950er-Jahren, als Züchter in den USA und England Perser mit Siamkatzen kreuzten, um die markante Point-Färbung und die blauen Augen in den Perser-Typ zu bringen. Nach mehreren Rückkreuzungen auf die Perser entstand eine Katze im vollen Perser-Look — mit hellem Körper, dunkleren Abzeichen und leuchtend blauen Augen. Der Name verweist auf die ähnlich gefärbten Himalaya-Kaninchen.
Aussehen & Größe
Die Himalaya entspricht im Körperbau vollständig der Perser: mittelgroß bis groß, kräftig und gedrungen, mit rundem, breitem Kopf, kurzen Beinen und dem stark verkürzten Gesicht. Kater wiegen 4 bis 6 Kilogramm, Kätzinnen etwas weniger. Das lange, dichte und seidige Fell trägt die Point-Zeichnung: ein heller Körper mit dunkleren Abzeichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz, in Farben wie Seal, Blue, Chocolate und Lilac. Die großen runden Augen leuchten kräftig blau.
Wesen & Charakter
Die Himalaya hat das sanfte, ruhige Wesen der Perser geerbt: Sie ist anhänglich, ausgeglichen und verschmust, dabei aber nie aufdringlich. Durch den Siam-Einschlag sind manche Tiere einen Hauch verspielter und geselliger als die klassische Perser, ohne deren Gelassenheit zu verlieren. Sie liebt geregelte Abläufe und eine ruhige Umgebung und gilt als klassische Schoß- und Gesellschaftskatze.
Haltung (Wohnung oder Freigang)
Die Himalaya ist eine reine Wohnungskatze. Ihr ruhiges Wesen, das aufwendige Fell und das verkürzte Gesicht machen sie für ungesicherten Freigang ungeeignet; ein gesicherter Balkon ist eine schöne Ergänzung. Sie fühlt sich in einer ruhigen, geregelten Umgebung am wohlsten und kommt mit Alleinsein besser zurecht als sehr fordernde Rassen. Über einen ebenso ruhigen Artgenossen freut sie sich.
Beschäftigung & Aktivität
Die Himalaya hat einen geringen Bewegungsdrang und spielt eher gemächlich, ist durch den Siam-Anteil aber oft etwas aktiver als die reine Perser. Ruhige Spielrunden, Intelligenzspielzeug und weiche Liegeplätze auf moderater Höhe halten sie zufrieden und beugen Übergewicht vor. Hohe Klettertouren sind nicht ihr Ding.
Pflege
Wie bei der Perser ist das lange Fell der aufwendigste Teil der Haltung und muss täglich gebürstet und entwirrt werden, sonst verfilzt es schnell und schmerzhaft. Wegen der verkürzten Gesichtsform und der oft tränenden Augen müssen zudem die Augenwinkel täglich gereinigt werden. Regelmäßiges Baden kann nötig sein. Wer die tägliche Pflege nicht leisten will, sollte keine Himalaya anschaffen.
Ernährung & Gesundheit
Hochwertiges Futter und Gewichtskontrolle sind wichtig; gut greifbare Kroketten erleichtern brachyzephalen Katzen die Futteraufnahme. Da sie eine Perser ist, teilt sie deren rassetypische Probleme:
- PKD (polyzystische Nierenerkrankung)
Per Gentest sicher vermeidbar; seriöse Züchter weisen PKD-negative Linien nach.
- Brachyzephales Syndrom
Das flache Gesicht kann Atemprobleme, verengte Tränenkanäle und Zahnfehlstellungen verursachen; ein moderater Nasentyp ist im Vorteil.
- HCM und PRA
Herz- und Augenerkrankungen kommen vor und werden in guter Zucht überwacht.
Bei guter Pflege wird die Himalaya häufig 12 bis 16 Jahre alt.
Kosten
Eine Himalaya beziehungsweise Colourpoint-Perser vom seriösen Züchter mit Gesundheitstests (insbesondere PKD-frei) und Papieren kostet meist 800 bis 1.500 Euro. Hinzu kommen Pflegeutensilien, eventuell höhere Tierarztkosten durch die brachyzephale Anatomie sowie die üblichen laufenden Kosten. Der größte Aufwand ist jedoch die tägliche Fellpflege.
Für Anfänger, Kinder und andere Tiere
Vom Wesen her ist die Himalaya eine gute Anfänger- und Familienkatze: ruhig, anhänglich und wenig fordernd. Die große Einschränkung ist die tägliche Fell- und Augenpflege, die zuverlässig geleistet werden muss. Mit ruhigen Kindern und anderen gelassenen Tieren kommt sie gut zurecht, sofern es im Haushalt nicht zu hektisch zugeht. Für ruhige Familien und Senioren mit Zeit für die Pflege ist sie ideal.
Ähnliche Rassen im Vergleich
Die Himalaya ist eine Perser mit Point-Zeichnung — gleiches Wesen, gleiche Pflege, nur die Färbung unterscheidet sie. Wer den Perser-Look mit Point, aber ohne die tägliche Fellpflege möchte, sollte die kurzhaarige Exotic Kurzhaar ansehen. Wer eine ruhige Pointkatze mit gesünderem Gesicht und weniger Pflege sucht, findet in der Ragdoll eine Alternative. Die Himalaya überzeugt im Vergleich durch die Kombination aus üppigem Perser-Fell und der leuchtenden Point-Färbung.
Für wen geeignet?
Die Himalaya passt zu ruhigen Menschen und Familien, die das sanfte Wesen und das üppige Fell der Perser mit der markanten Point-Färbung lieben und die tägliche Pflege gern leisten. Für aktive, ungeduldige Halter oder Haushalte ohne Zeit für die Fellpflege ist sie nicht die richtige Wahl. Wer einen moderaten Nasentyp wählt, tut zudem der Gesundheit der Katze einen großen Gefallen.
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Häufige Fragen
Was ist eine Himalaya-Katze?
Eine Perserkatze mit der Point-Zeichnung und den blauen Augen der Siam. In Europa wird sie meist als Colourpoint-Perser bezeichnet.
Wie aufwendig ist die Pflege der Himalaya?
Sehr aufwendig. Wie bei der Perser muss das lange Fell täglich gebürstet werden, und wegen des flachen Gesichts müssen die Augen täglich gereinigt werden.
Ist die Himalaya eine Wohnungskatze?
Ja, eine reine. Ihr ruhiges Wesen, das lange Fell und das verkürzte Gesicht machen ungesicherten Freigang ungeeignet. Ein gesicherter Balkon ist ideal.
Welche Krankheiten sind bei der Himalaya typisch?
Wie bei der Perser vor allem PKD (per Gentest vermeidbar), Probleme durch das flache Gesicht sowie HCM und PRA. Seriöse Züchter testen ihre Tiere.
Ist die Himalaya verspielter als die Perser?
Durch den Siam-Einschlag oft einen Hauch lebhafter und geselliger, sie bleibt aber eine ruhige, sanfte Schoßkatze.
Ist die Himalaya für Anfänger geeignet?
Vom Wesen her ja, aber nur, wenn man die tägliche Fell- und Augenpflege zuverlässig leisten kann und will.
Worauf sollte ich beim Kauf achten?
Auf einen PKD-negativen Nachweis und einen möglichst moderaten Nasentyp, da ein zu flaches Gesicht gesundheitliche Probleme begünstigt.
Wie viel kostet eine Himalaya?
Beim seriösen Züchter mit PKD-Test und Papieren meist 800 bis 1.500 Euro, dazu Pflegeutensilien und laufende Kosten.
Ähnliche Rassen
Quellen: FIFe-Rassestandard · Zuchtverbände · Redaktionelle Einschätzung · Stand 06/2026. Bei Gesundheitsfragen ersetzt dieser Artikel keinen Tierarztbesuch.


